Die Teilnehmer vom GLS B im März 2018

Eswar der 23. März 2018. 37 junge und engagierte Menschen aus den Kreisverbänden Lüdenscheid und Iserlohn fanden sich auf der Bundeshöhe in Wuppertal zusammen, um zu Gruppenleitern ausgebildet zu werden. Doch es wurde schnell klar, dass diese Woche mehr als ein Seminar zum Lernen ist. Denn neben den Einheiten standen auch der Glaube und die Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Dabei schlüpften die Teilnehmer immer wieder in die Rolle von Gruppenleitern, wie auch schon am ersten Tag nach einer Einführung und der ersten gemeinsamen Mahlzeit, als Kennenlernspiele ausprobiert und von außen bewertet wurden.

Die ganze Woche hindurch waren sie immer auf sich gegenseitig angewiesen, manchmal auch auf sich allein gestellt und so stets in intensivem Kontakt miteinander, sodass eine gute Gemeinschaft entstehen konnte. Zudem gab es noch sogenannte „Familygroups“, in denen persönliche Gespräche möglich waren und der Tag begonnen und reflektiert wurde.

Der Hauptbestandteil der Woche waren 2 Lerneinheiten pro Tag von „Leitungsverantwortung“ bis zur „Erlebnispädagogik“, wobei diese immer sehr anschaulich und lebendig vermittelt und gestaltet wurden, wodurch Langeweile eine absolute Seltenheit war. Besonderen Anteil hatte die Planung und Vorbereitung eines religionspädagogischen Projektes, das jeder frischgebackene Gruppenleiter zuhause durchführen wird. Manche waren voller Begeisterung dabei, manche kurz vor der Verzweiflung, doch am Ende war jeder motiviert, ermutigt und gut vorbereitet.

Zum Ausgleich gab es täglich eine zweieinhalbstündige Mittagspause, die jeder individuell für sich nutzen konnte. Der eine tobte sich am Kicker oder an der Tischtennisplatte aus, die andere nutzte die Zeit für sich selbst zum Musikhören und Entspannen oder einfach zum Schlafen, wobei die ganz Fleißigen an ihrem religionspädagogischen Projekten weiterarbeiteten.

Die Abende waren sehr unterschiedlich gestaltet: Mal gab es eine zusätzliche Einheit als Vortrag, ein anderes Mal erzählte Sven Körber aus seinem Leben. Und nachdem einen ganzen Tag lang am religionspädagogischen Projekt gearbeitet worden war, wurde die Sporthalle benutzt, um den Kopf frei zu bekommen.

Jeder Abend endete schließlich mit einem Abendabschluss, der aus einer Andacht und gemeinsamen Singen bestand. So konnte jeder den Tag für sich ausklingen lassen und zur Ruhe kommen.

Bei all diesen Aktivitäten standen die Mitarbeiter immer als kompetente, begeisternde, humorvolle, einfühlsame, unterstützende, aber auch fordernde Begleiter zur Seite, die sich auch gerne Zeit für das persönliche Gespräch nahmen.

Beendet wurde das GLS mit einem Gottesdienst mit Sendungsfeier, der fast ausschließlich von den Teilnehmern gestaltet wurde. Im Anschluss daran kam der schwerste Teil der Woche: Der Abschied. Es war schade, die tolle Gemeinschaft nach einer Woche schon wieder verlassen zu müssen, doch umso größer ist die Vorfreude auf weitere Treffen und das GLS A 2019. Was dazu noch bleibt, sind eine tiefe Dankbarkeit und eine riesige Bereicherung.

Luca Höft