INFOS RUND UMS BAUMHAUSCAMP

Am Anfang stand der Plan: Unser CVJM-Kreissekretär Johannes Seidel entwickelte den Plan, durch Erlebnispädagogik Akzente in der Jungenarbeit zu setzen, und besuchte eine Fortbildung zum Erlebnis- und Wildnispädagogen.

In seinen Kontakten in der Jungenarbeit im Kreisverband stieß die Idee auf Begeisterung und so fand sich ein großes und schlagkräftiges Team junger, erwachsener Männer. Sie entwickelten die Idee, mit Jugendlichen ein Baumhaus zu bauen und darin zu wohnen. Die Planungen begannen.

Es war klar, dass ein Baumhaus nur dann attraktiv ist, wenn es in einer gescheiten Höhe erbaut wird. Um ein Baumhaus in dieser Höhe zu errichten, braucht man gute und sichere Kletterer. Außerdem ist gutes Klettermaterial nötig, damit sich dabei keiner in Gefahr bringt.

Es wurde ein Konzept für die Mitarbeiterqualifikation und den Materialbedarf für das Baumhaus erarbeitet. Es zeigte sich, dass hierfür hohe Ausgaben entstehen würden. Das Konzept wurde bei den Initiatoren des Famo-Förderpreises vorgestellt und erhielt den Preis für das Jahr 2014 mit der Skulptur „Mutter mit Sohn“ von Christiane Rücker in Verbindung mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 €.

Christiane Rücker: Mutter mit Sohn. Famo-Förderpreis 2014.

Zur Preisverleihung am 12. Januar 2014 beim Neujahrsempfang der Stadt Lüdenscheid wurde der Preis von Lüdenscheids Bürgermeister Dzewas und dem Geschäftsführer des Gartencenters Kremer, Herrn Alexander Kremer, überreicht.

Dabei wurde auch schon ein Plattformentwurf zeichnerisch vorgestellt, den der angehende Bauingenieur Timo Kölker entworfen hatte.

Plattformentwurf von Timo Kölker

Ausgestattet mit Planung und Preisgeld erwarben alle Mitarbeiter im Frühjahr einen Kletterschein und es wurden Klettermaterialien und Holz gekauft. Im Sommer 2014 entstand das erste Baumhaus in Halver.

Für das Erlebnis der Freizeit ist entscheidend, dass die Teilnehmenden Jungen nicht etwa den Mitarbeitenden beim Bau des Baumhauses zusehen, sondern dass die Mitarbeitenden vielmehr die Jungen anleiten, das Baumhaus selbst als Team zu bauen. Dabei betreut jeder Mitarbeiter eine Gruppe von ca. fünf Teilnehmern.
Wichtiges Element ist dabei, dass das Baumhaus mit seiner Zeltstadt fern von bebauten Orten liegt und keine Nutzung etwa von Smartphones den Teambuilding-Prozess stört.

Die Teilnahme am Baumhauscamp hat sämliche Teilnehmer herausgefordert und für die Arbeit im Team geprägt. Die Komplexität der Aufgabe und das Gewicht der Materialien bedingen, dass sie nur im Team bewältigt werden können. Neben der reinen Bautätigkeit sind gemeinsame Andachten und Bibelarbeiten, aber auch das Fußballspielen und gemeinsame Kinoabende ein wichtiges Element.

Das gemeinsam erreichte Ergebnis wird den interessierten Angehörigen bei einem Besuchertag stolz prasentiert.
Auch die Resonanz der übrigen Öffentlichkeit auf den Bau des Baumhauses war groß. Es erschienen Artikel in den Zeitungen, Radio MK und das WDR-Fernsehen besuchten das Camp und berichteten.
Nach dem Start 2014 wurden in den Sommerferien 2015 bis 2017 erneut Baumhäuser errichtet. Aus dem Kreis der ehemaligen Teilnehmer wurden neue Mitarbeiter gewonnen. Die Abwicklung der Bauabschnitte und das gemeinsame Leben wurden weiter optimiert, sodass 2017 das bislang größte Baumhaus errichtet und bewohnt wurde.

Das Baumhaus 2017

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